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Altwerden im Quartier Beitrag der Redaktion

Herzlich willkommen zur 30. FREIHAUS-Ausgabe!

Herzlich willkommen zur 30. FREIHAUS-Ausgabe!

zur 30. Freihaus-Ausgabe. Diese Freihaus ist ein ganz besonderes Heft, denn es ist die (zweiteilige) Jubiläumsausgabe zu 40 Jahren STATTBAU HAMBURG!

Wenn Sie die gedruckte Version in den Händen halten, werden Sie sehen, dass Sie die Zeitung von beiden Seiten lesen können. Hier starten Sie bei dem Blick in die Zukunft, bei den neuen Ansätzen und Konzepten, bei der Frage: Was erwarten, hoffen und tun wir für die Zukunft? Drehen Sie das Heft zweimal um 180° sind Sie bei dem Blick zurück: Was können wir aus den letzten 40 Jahren mitnehmen, welche Themen haben wir bewegt? Was hat uns bewegt? In der Heftmitte dann die Gegenwart: STATTBAU HAMBURG stellt sich vor.

Bei der digitalen Version hilft das Drehen am Handy, Tablet oder Rechner leider nicht – da müssen Sie sich das einfach vorstellen und erhalten die verschiedenen Teil-Freihäuser hintereinander.

Vor 40 Jahren – 1985 – war der zweite Weltkrieg und die Nazizeit ebenfalls genau 40 Jahre her. In 40 Jahren kann sich viel verändern: Eine Gesellschaft kann sich von einer geschlossen faschistischen Kriegsgesellschaft zu einer – bei aller Kritik an den bekannten Kontinuitäten – doch recht aktiven Zivilgesellschaft entwickeln. Erschreckenderweise ist der Prozess heute für uns auch wieder umgekehrt vorstellbar. Wir sehen antidemokratische Tendenzen, rechtsradikale und rechtspopulistische Entwicklungen, die längst bis in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen sind und wir sehen die große soziale Spaltung der Gesellschaft, die drängenden Fragen des Klimawandels, die Kriegskonflikte in unseren Nachbarländern und die Menschen, die auf der Flucht vor entsetzlichen Lebensbedingungen nirgendwo mehr ankommen können.

Und wir fragen uns: Was müssen und können wir tun, damit sich in den nächsten 40 Jahren diese Entwicklungen nicht verstätigen? Obwohl uns klar ist, dass wir als STATTBAU Hamburg nur Häuser bauen und keine Lösung für diese grundlegenden Fragen bieten können, glauben wir doch, dass in der Wohnungsfrage, in der Frage nach dem gerechten Zugang zu Ressourcen wie Boden, Wohnraum und städtischen Flächen und letztlich in der Frage der Teilhabe an der Gestaltung des eigenen Lebens und der uns umgebenden Stadt auch entschieden wird, was eine demokratische, offene und gerechte Gesellschaft ausmacht. Der angespannte Wohnungsmarkt spaltet die Gesellschaft. Es werden Bevölkerungsgruppen abgehängt und es gibt Menschen, die gar keinen Zugang mehr zu diesen Ressourcen haben. Eine sichere bezahlbare und angemessene Wohnung ist der Anfang von allem, ohne sie fehlt die Basis zum selbstbestimmten Leben und zur Teilhabe.

Deshalb stellen wir unsere Arbeit, unsere Projekte und unsere Visionen unter das Motto: DAMIT ALLE GUT WOHNEN KÖNNEN!

STATTBAU HAMBURG unterstützt Baugemeinschaften und Wohnprojekte, soziale Organisationen, Stiftungen und alle, die gemeinwohlorientiert bauen wollen von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe und wird dabei auch weiterhin dicke Bretter bohren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei dem Lesen unserer Jubiläums-Freihaus.

Wir haben versucht die verschiedenen Themenbereiche und Aspekte sowohl im Rück- als auch im Ausblick zu betrachten. Wir hoffen, dass Ihnen beide Hefte neue und alte Gedanken näher bringen und Ihnen Mut machen für neue spannende Projekte!

Alexandra Bossen, Katrin Brandt und Joscha Metzger