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Artikel Selbstverwaltung Wohnprojekte Hamburg

„Zum Glück weiß man das vorher nicht, sonst würde man wahrscheinlich gar nicht erst starten!“

Erfahrungen von Hamburger Baugruppen

*** Interview mit Maria Görlich und Maud Beckers von Deichgezwitscher und Christine Uekötter von Treibholz ***

Gesprächsführung: Charlotte Kröger und Joscha Metzger

Ein gemeinsames Wohnprojekt beginnt selten mit einem Spatenstich – sondern mit einer Idee und dem Wunsch nach Gemeinschaft und bezahlbarem Wohnraum. Am Anfang stehen Begeisterung, Tatendrang und die Vision vom Leben in einer selbstgewählten Nachbarschaft. Doch je konkreter das Vorhaben wird, desto deutlicher zeigt sich: Der Weg ist lang, das Projekt größer und herausfordernder als zunächst erwartet. Es verlangt Ausdauer, Mut und die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Was Menschen trotzdem motiviert? Das haben wir drei … weiterlesen

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Artikel Selbstverwaltung Wohnprojekte national/international

Wir sind doch alle gleich… oder?

Soziokratie als Organisationsform für selbstverwaltete Wohnprojekte

*** Alina Reinartz und Tim Weinert ***

Die Soziokratie wird In diesem Jahr 100 Jahre alt. Der Friedensaktivist Kees Boeke und die Quäkerin Betty Cadbury gründeten 1926 in Bilthoven (Holland) die Reformschule Werkplaats Kindergemeenschap. Gerard Endenburg, der diese Schule besucht, übertrug den Ansatz später auf sein Unternehmen und setzte sich für seine Verbreitung ein. Auch immer mehr Wohnprojekte im D-A-CH-Raum organisieren sich mithilfe der Soziokratie. Was hat eine so geschichtsträchtige Praxis heutigen selbstverwalteten Wohnprojekten zu bieten?

Die Soziokratie ist ein Organisationsrahmen für Gruppen, die gemeinsam Verantwortung tragen. Sie verknüpft demokratische Partizipation mit effektiver Selbstorganisation, … weiterlesen

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Artikel Selbstverwaltung Wohnungspolitik

Zwischen Wachstum und Neusortierung

Das Mietshäusersyndikat in der Klausur

*** Magnus Pagendarm ***

Im September 2025 beginnt im Mietshäuser Syndikat ein ungewohnter Prozess: Nach Jahrzehnten, die vor allem von Wachstum, Projektgründungen und der Unterstützung neuer Initiativen geprägt waren, richtet sich der Blick nach innen. Zuvor hatte die Mitgliederversammlung in Bremen ein sogenanntes „Klausurjahr“ beschlossen – einen Zeitraum, in dem die Aufnahme weiterer Projekte bewusst in den Hintergrund tritt.

Dass ein Netzwerk mit inzwischen mehr als 200 Hausprojekten einen solchen Schritt geht, verweist auf eine Besonderheit des Syndikats: Es ist kein hierarchisch gesteuerter Verband, sondern ein Zusammenschluss weitgehend eigenständiger Projekte. Diese Struktur ermöglicht große Selbstbestimmung, … weiterlesen

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Artikel Selbstverwaltung Wohnprojekte Hamburg

Besser gestern als heute

Konflikte in Wohnprojekten – Wege zur Lösungsfindung

*** Annika Härtel und Tabea Bernges ***

„Hallo, wir sind ein Wohnprojekt und auf der Suche nach einer*m Mediator*in. Seit unserem Einzug vor gut 5 Jahren häufen sich unsere Auseinandersetzungen. Alte Verletzungen und Konflikte von den Gründer*innen ploppen plötzlich wieder auf und sorgen für Zündstoff. Neuere Mitbewohner*innen haben ständig Sorge, irgendwelche versteckten schwierigen Themen und Punkte zu treffen. Die Spannungen in unseren Plena sind so groß, dass mittlerweile nur noch ein Teil von unserer Gruppe kommt, weil nicht mehr alle miteinander an einem Tisch sitzen können. Könnt ihr uns weiterhelfen?“

Anfragen wie diese … weiterlesen

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Beitrag der Redaktion Selbstverwaltung

Selbstverwaltung im Wohnen?

Ein STATTBAU- Gespräch

*** Interview mit Florian Wöllfert und Jens Marzian ***

Gesprächsführung: Charlotte Kröger und Joscha Metzger

Selbstverwaltung gehört zum Wohnen im gemeinschaftlichen Projekt dazu. Gemeinsame Absprachen, nachbarschaftliche Aktivitäten und die Übernahme von Verantwortung werden häufig als so etwas wie der „Kern“ des Wohnprojekte-Daseins angesehen – und sie tragen zur positiven sozialen Dynamik im Projekt bei. Auf der anderen Seite erfordert die Verwaltung eines Hauses Zeit und Know-How, die nicht immer ausreichend vorhanden sind. Und es stellt sich die Frage: Sind die Anforderungen an Selbstverwaltung nicht auch für manche Menschen ein Ausschlussgrund, ins Projekt zu ziehen? Vielleicht gerade für … weiterlesen

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Artikel Selbstverwaltung

Anders Wirtschaften – aber wie?

*** Interview mit Elisabeth Voss ***

Gesprächsführung: Joscha Metzger

Selbstverwaltung bedeutet, dass alle Entscheidungen von allen Beteiligten gleichberechtigt getroffen werden können. Sie ist Voraussetzung für Ansätze solidarischen Wirtschaftens und kann der Ausgangspunkt progressiver gesellschaftlicher Veränderung sein. Elisabeth Voss beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit alternativen Lebens- und Arbeitsformen und veröffentlich regelmäßig Texte zur solidarischen Ökonomie. Zuletzt hat sie das „Praxishandbuch Selbstverwaltung“ verfasst, das Gruppen und Einzelpersonen auf dem Weg der Projektgründung unterstützt.

Freihaus: Liebe Elisabeth, was bedeutet Selbstverwaltung für dich?

Elisabeth Voss: Selbstverwaltung bedeutet für mich, dass Entscheidungen von den jeweils betroffenen Menschen selbst getroffen werden, dass also nicht … weiterlesen

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Artikel Rechtsform/Genossenschaft Selbstverwaltung

Selbstverwaltung bei der Mietergenossenschaft Falkenried-Terrassen

*** Interview mit Almut Gross ***

Gesprächsführung: Charlotte Kröger und Joscha Metzger

Die Mietergenossenschaft Falkenried-Terrassen eG entstand aus ehemaligen Wohnungsbeständen der Neuen Heimat. In den 1970er Jahren gab es Überlegungen, die als Terrassen angelegten Häuser abzureißen. Es bildete sich eine Mieter*inneninitiative, die sich für den Erhalt der Häuser einsetzte. Anfang der 1990er Jahre ging das Eigentum an den Häusern in die Hand der Lawaetz-Stiftung. Gleichzeitig gründete sich aus dem Kreis der Initiative eine Mietergenossenschaft, die die 54 Häuser mit 324 Wohnungen instand setzte und seitdem selbstverantwortlich verwaltet. Im Jahr 2026 feiern die Falkenried-Terrassen 35 Jahre erfolgreiche Selbstverwaltung.

FREIHAUS:  Wir … weiterlesen

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Artikel Selbstverwaltung Wohnprojekte Hamburg

Gemeinschaftliche Wohnprojekte in Hamburg

Ansätze, Ziele, Häuser und Rechtsformen

*** Charlotte Kröger, Rosemarie Oltmann, Joscha Metzger ***

In den 1980er und 90er Jahren entstand in Hamburg eine Vielzahl an Wohnprojekten, zumeist im Altbaubestand und in der Regel mit dem Anspruch, Leben und Wohnen (und manchmal auch Arbeiten) „selbst in die Hand zu nehmen“. Selbstverwaltung und Autonomie der Bewohner*innen hatten – vor dem Hintergrund der damaligen Erfahrungen mit den großen Systemvermietungsunternehmen Neue Heimat und SAGA-GWG – einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig gab es wenig Vorbilder und Erfahrungen zur rechtlichen Ausgestaltung selbstverwalteter Projekte. In der Folge wurden viele sehr unterschiedliche Modelle ausprobiert, um Häuser und Wohnungen gemeinschaftlich … weiterlesen

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Beitrag der Redaktion Selbstverwaltung Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Mitbestimmen, mitgestalten, miteinander leben.

Selbstverwaltung in Hamburger Wohnstiftungen

*** Sabine Natebus ***

Die Hamburger Wohnstiftungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und sozialen Angeboten in der Stadt. In vielen dieser traditionsreichen Wohnanlagen und Einrichtungen werden gemeinschaftliches Leben und gute Nachbar*innenschaft aktiv gestaltet. Drei besonders gelungene Beispiele stellen wir vor: Die Georg-Behrmann-Stiftung in Bergedorf sowie die Leja-Stiftung und die von Nyegaard-Stiftung in Altona.

Ein Hausbeirat gestaltet mit

In der Georg-Behrmann-Stiftung, die in Hamburg-Bergedorf 161 Servicewohnungen in ihrem Bestand hat, gestaltet ein aktiver Hausbeirat das gemeinschaftliche Leben maßgeblich mit. Das Gremium besteht aus fünf Personen und wird alle zwei Jahre neu gewählt. Der … weiterlesen

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Altwerden im Quartier Beitrag der Redaktion Selbstverwaltung Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Selbstverwaltung in Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Hamburger Koordinationsstelle für Wohn-Pflege-Formen

*** Mascha Stubenvoll und Lina Lohmann ***

Selbstverwaltung ist ein zentraler konzeptioneller Baustein von angehörigengeführten Wohn-Pflege-Gemeinschaften (WPGs). Erste WPGs für Menschen mit Pflegebedarf (anfänglich ausschließlich für Menschen mit einer Demenzerkrankung) entstanden in Hamburg vor 20 Jahren. Von Anfang an war die eigenständige Verwaltung der WGs durch Angehörige oder – wo möglich – die Bewohner*innen selbst ein wichtiges Anliegen der Betroffenen und Beteiligten.

Was angehörigengeführte Wohn-Pflege-Gemeinschaften auszeichnet

Mit Wohn-Pflege-Gemeinschaften (WPGs) wurde eine Alternative zum Pflegeheim geschaffen. In WPGs leben Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen und bzw. oder geistigen Einschränkungen keinen eigenständigen Haushalt mehr führen können. Hintergrund der … weiterlesen