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Artikel Wohnprojekte national/international

Anders (als) gewohnt!

Den demografischen Wandel gestalten mit Gemeinschaftlichem Wohnen plus

*** von Romy Reimer ***

Unsere Gesellschaft wandelt sich: während der Anteil alter und hochaltriger Menschen in den kommenden Jahrzehnten stark ansteigt, treten neben traditionelle Lebensweisen und Beziehungsformen andere Formen der Gestaltung und Organisation von Beruf und Lebenswelt. Projekte aus dem Modellprogramm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“ zeigen, dass und wie sich der Wandel auch in einem ‚anders Wohnen (wollen)‘ manifestiert.

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die vielfältigen Prozesse des sozialen und demografischen Wandels aktiv zu gestalten und frühzeitig jene Weichen zu stellen, die ein selbstbestimmtes Altern in Würde ermöglichen. Gemeinschaftliche Wohnformen stärken … weiterlesen

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Artikel Netzwerk Wohnprojekte national/international

Bundesweiter Preis für Genossenschafts-Ideen

Spar- und Bauverein Solingen eG vergab 5. Klaus-Novy-Preis

*** von Frank Karthaus und Arno Mersmann ***

Zum fünften Mal und passend zu ihrem 120. Geburtstag vergab der „Spar- und Bauverein Solingen eG“ am 14. Juli 2017 den bundesweiten Preis für Innovationen beim genossenschaftlichem Bauen und Wohnen. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Projekte, die „sozial und innovativ“ die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft und das Zusammenleben in Nachbarschaften stärken.

Die Veranstaltung zur Auszeichnung neuer, innovativer Ideen für die Weiterentwicklung der Genossenschaftsidee wird zunehmend zum ungezwungenen Kennenlern- und Diskussionsforum von alten und neu gegründeten Wohnungsgenossenschaften.

Der ehemalige Bauminister des Landes NRW und SPD … weiterlesen

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Artikel Netzwerk Wohnprojekte national/international

„Mehr als wohnen“

Bewerbungstext für den Klaus Novy Preis

WIE WOLLEN WIR IN ZUKUNFT LEBEN? Diese Frage inspirierte rund 30 Züricher Wohnungsbaugenossenschaften und führte zur Gründung der Baugenossenschaft MEHR ALS WOHNEN.

Initialzündung war das Jahr 2007, in dem der gemeinnützige Wohnungsbau in Zürich sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Eine Erfolgsgeschichte, die den Charakter der Stadt entscheidend prägte: ca. 20% der rund 220.000 Wohnungen in Zürich gehören Genossenschaften und sind gemeinnützig, das heißt: preisgünstige Mietzinse, Renditezielen und der Spekulation entzogen.

Nach Jahren des Stillstands setzte ab Mitte der 90-Jahre bei einigen traditionellen Züricher Genossenschaften wieder rege neue Bautätigkeit ein. Parallel entstanden in Zürich eine … weiterlesen

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Architektur/Planungskultur Artikel Wohnprojekte national/international Wohnungspolitik

Die vier Säulen des Wiener Modells

Ökonomie, soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie als Qualitätssäulen beim geförderten Wohnungsbau

*** von Rudolf Scheuvens ***

Eine Gruppe von PolitikerInnen und Verantwortlichen einer Wohnungsbaugesellschaft einer deutschen Stadt auf Rundgang durch die Seestadt Aspern. 80% aller Wohnungen sind dort mit Mitteln des geförderten Wohnbaus realisiert. Doch wer dort eine eher triste Sozialsiedlung und Schlafstadt erwartet hatte, findet einen höchst abwechslungsreichen und lebendigen Stadtteil vor.

In den Erdgeschoßzonen der Janis-Joplin-Promenade befindet sich ein breites Angebot an Geschäftssnutzungen für die Grundversorgung, Gemeinschaftsräume, Fahrradwerkstätten. Die öffentlichen Räume sind, anders als in vielen neuen Stadtgebieten die man kennt, anspruchsvoll gestaltet. Verleihsysteme für E-Bikes, Räder und … weiterlesen

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Architektur/Planungskultur Artikel Wohnprojekte national/international

Selbstbau als innovativer Beitrag

Integration durch Arbeit – ein Wiener Selbsthilfeprojekt
mit Flüchtlingen für bezahlbaren Wohnraum

*** von Sabine Pollak und Silja Tillner ***

Selbstbau, Integration und Materialexperiment. Ein engagiertes Wiener Projekt stellt sich vor.

Wien ist eine wachsende Stadt und sowie in den meisten Metropolen entsteht eine erhöhte Nachfrage nach leistbarem Wohnen. Gleichzeitig stiegen auch in Wien die Grundstückspreise in den letzten Jahren massiv an. Es wird also zunehmend schwieriger, gefördertem Wohnbau, der in Wien seit Mitte der 1990er Jahre den hauptsächlichen Wohn raumbedarf abdeckt, zu errichten. Viele Wohnungssuchende weichen daher auf den frei finanzierten Privatwohnungsmarkt aus.

2015 erhöhte sich vor dem Hintergrund … weiterlesen

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Artikel Wohnprojekte national/international Wohnungspolitik

Verbesserte Bedingungen für Wohnprojekte

Neue Akzente in der Wohnungspolitik in Schleswig-Holstein

*** von Heidrun Buhse ***

Die Landtagswahl 2012 in Schleswig- Holstein hatte einen Regierungswechsel zur Folge: nach Schwarz-Gelb regiert nun eine Koalition aus SPD, Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband. Das ist der Anlass für FreiHaus zu fragen, ob neue Maßnahmen ergriffen wurden und ob die neue Ausrichtung der Wohnungspolitik bereits zu Veränderungen geführt hat.

Genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnprojekte in Schleswig-Holstein. Dokumenation / Kiel : Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes
Bauen e. V.
, 2012. – ISBN: 978-3-939268-14-7

Die im August letzten Jahres veröffentlichte Dokumentation „Genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnprojekte in Schleswig-Holstein“ sorgt für einen umfassenden Überblick … weiterlesen

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Artikel Literaturhinweis Wohnprojekte national/international

130 Jahre Genossenschaften

20 Jahre neue, selbstverwaltete und genossenschaftliche Wohnprojekte in Schleswig-Holstein

*** von Britta Becher ***

In Kiel fand im August der Genossenschaftstag Schleswig-Holstein mit Beteiligung traditioneller Genossenschaften und der genossenschaftlichen Wohnprojekte-Szene statt. Im Vorwege wurde durch das Planungsbüro Dau-Schmidt Tornow eine Studie zu genossenschaftlichen und gemeinschaftlichen Wohnprojekten in Schleswig-Holstein erstellt, die zu diesem Anlass vorgestellt wurde.

Genossenschaftliche und gemeinschaftliche Wohnprojekte in Schleswig-Holstein : Dokumentation / Wulf Dau-Schmidt, Britta Tornow. – Kiel: Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, 2012. – (Mitteilungsblatt; 246) ISBN 978-3939268147

Das Innenministerium Schleswig-Holstein schreibt dazu: »Vor diesem Hintergrund gibt die Broschüre auch einen interessanten Einblick in die Praxis und zeigt … weiterlesen

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Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen Wohnprojekte national/international

Eine Stadt für Alte – für Alle?

Auf der Suche nach guten Orten für ein langes Leben

*** von Ulrike Petersen ***

Die Botschaft der „Gesellschaft des längeren Lebens“ ist nicht zu überhören. Die Menschen werden älter, „bunter“ und sie werden weniger! Der Nachwuchs bleibt aus, die Erwerbsbiographien werden brüchiger, Armut im Alter steht (erneut) auf der sozialpolitischen Agenda. In Deutschland leben über zwei Drittel der Menschen in Städten. Die Zahl der Einzelhaushalte wächst. Der demographische Wandel – gepaart mit wachsender Urbanisierung – wirft Fragen auf, beschäftigt Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Was tun? Die Suche nach guten Orten zum Altwerden ist in vollem Gange. Aber was ist weiterlesen

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Artikel Wohnprojekte national/international

Neue Akteure auf dem Wohnungsmarkt

Unterstützung für Baugemeinschaften in Schweden

*** von Staffan Schartner ***

Der Verein „Föreningen för Byggemenskaper“ wurde gegründet, um dieses für Schweden neue Thema zu verbreiten und das gemeinsamen Bauen zu fördern und zu unterstützen. Im April trafen sich Malmö zahlreiche Akteure, Initiativen, Fachleute, ArchitektInnen, VertreterInnen von Kommunen und Stadtverwaltungen aus ganz Schweden, um darüber zu beraten, wie das Bauen in Gemeinschaften stärker verbreitet werden kann. Der Verein vermittelt Wissen über Baugemeinschaften, unterstützt die Gründung von Baugruppen sowie die Realisierung ihrer Projekte.

Vielleicht ist die gesellschaftliche Entwicklung in Schweden während der letzten Jahrzehnte extrem gewesen. In einer stark sozialdemokratisch geprägten Gesellschaft … weiterlesen

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Artikel Wohnprojekte national/international

An der nachhaltigen Stadt bauen

Kraftwerk für genossenschaftliche Impulse

*** von Andreas Hofer ***

Bei der Suche nach Alternativen zum privaten Immobilienmarkt auf der einen und sozialer Segregierung und kaum mehr finanzierbaren Wohnbauprogrammen auf der anderen Seite rücken partizipative, im Quartier verankerte Initiativen in den Vordergrund. Die starke und lange Tradition der Genossenschaftsbewegung in den schweizerischen Industriestädten und die nachbarschaftlich orientierte Projekteszene verbinden sich in Zürich zu einer innovativen Mischung.

Mindestens seit die Industrialisierung die Städte geöffnet hat – in Zürich fielen die Stadtmauern Mitte des neunzehnten Jahrhunderts – ist die Qualität des städtischen Wohnens und die Frage nach dem Recht auf Zentralität* ein politisches … weiterlesen