Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Alt werden im Wohnprojekt

Orte, an denen das erfolgreiche Älterwerden mitgestaltet wird

*** von Jana Wallrath ***

Viele Menschen wünschen sich für ihr Altsein ein Leben in einer regen Gemeinschaft von Jung und Alt. Das zeigt sich in Gesprächen in Beratungsstellen zum Wohnen im Alter ebenso wie in vielen Umfragen zu diesem Thema. In Wohnprojekten – also Hausgemeinschaften mit abgeschlossenen Haushalten und Gemeinschaftsräumen im Innen und Außen – scheinen diese Träume wahr zu werden.1)

Und andere Menschen machen es ja erfolgreich vor. Zum Beispiel Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister von Bremen, wird nicht müde, Vorträge in ganz Deutschland zu halten und von den … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Das Veringeck in Hamburg Wilhelmsburg

Interkulturelle Angebote für das Älterwerden

*** von Josef Bura ***

„Hosgeldiniz“ (Gesprochen: Hosch geldinis) heißt es, wenn man oben angekommen ist und die Tür zur großen Wohnung in der dritten Etage des Veringecks geöffnet wird. Vorher muss man klingeln und sich zu erkennen geben: an der Hauseingangstür, an der Tür zum Treppenhaus und schließlich an der Wohnungstür. Die junge Frau, die öffnet und einen mit freundlichen Augen anblickt, ist Pflegekraft in der einzigen ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz aus dem türkischen Kulturkreis in Hamburg.

Hos geldiniz“, das heißt „willkommen“ und wird vom Eintretenden höflich mit einem ebenso freundlichen … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Vom Roller zum Rollator

Ein Quartier für alle Lebenslagen in der HafenCity

*** Interview mit Susanne Wegener ***

Innerhalb der nächsten Jahre entsteht rund um den Baakenhafen in der Hamburger Hafencity ein urbanes Wohn- und Freizeitquartier mit 1.800 teilweise öffentlich geförderten Wohnungen und ca. 5.000 Arbeitsplätzen mitten im Elbstrom. Vorgesehen sind Sport- und Freizeiteinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Kitas und eine Grundschule.

Ein besonderes Augenmerk wird auf vielfältige Wohn- und Versorgungsformen, auf Begegnungsräume und fruchtbare Kooperationen zwischen Wohnungswirtschaft und sozialen Trägern gelegt: Die zukünftigen Quartiersbewohner sollen – unabhängig von Pflege- oder Assistenzbedarf – im Baakenhafen nachbarschaftlich zusammenleben und alt werden können. Grundlage für diese inklusive Quartiersausrichtung … weiterlesen

Kategorien
Kurznachrichten Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Jubiläum bei den Grauen Panthern

Seit nunmehr 25 Jahren leben die Grauen Panther in ihrem Pantherhaus in der Lerchenstraße. Vor fast 30 Jahren gründeten sie ihre Initiative und suchten lange nach einem Haus, in dem sie ihr (damals) völlig neues und ungewöhnliches Wohnmodell leben wollten: Jung und Alt in einer Nachbarschaft mit gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Aktivitäten.

Langjährige Auseinandersetzungen hatten schließlich Erfolg. Die SAGA schloss einen Mietvertrag mit dem Verein der BewohnerInnen ab, die Hausgemeinschaft für pflegebedürftige und nicht pflegebedürftige Menschen verschiedener Altersstufen zog ein. Die Hausgemeinschaft pflegt intensive nachbarschaftliche Beziehungen und hat eine Fülle erlebnisreicher Alltagssituationen erfahren. Pflege, wenn sie notwendig wird, wird professionell … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen Wohnprojekte national/international

Eine Stadt für Alte – für Alle?

Auf der Suche nach guten Orten für ein langes Leben

*** von Ulrike Petersen ***

Die Botschaft der „Gesellschaft des längeren Lebens“ ist nicht zu überhören. Die Menschen werden älter, „bunter“ und sie werden weniger! Der Nachwuchs bleibt aus, die Erwerbsbiographien werden brüchiger, Armut im Alter steht (erneut) auf der sozialpolitischen Agenda. In Deutschland leben über zwei Drittel der Menschen in Städten. Die Zahl der Einzelhaushalte wächst. Der demographische Wandel – gepaart mit wachsender Urbanisierung – wirft Fragen auf, beschäftigt Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Was tun? Die Suche nach guten Orten zum Altwerden ist in vollem Gange. Aber was ist weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Hamburger-Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Es geht voran!

*** von Ulrike Petersen ***

Noch werden die meisten älteren Menschen so lange wie möglich zu Hause betreut und gepflegt – in erster Linie von Ehepartnern oder Kindern. Ambulante Pflege, Tagespflege und Besuchsdienste unterstützen das private Umfeld. Doch der demographische und soziale Wandel führt dazu, dass familiäre Netze zusehends instabiler werden. Den Hamburger Prognosen zufolge nimmt die Zahl allein lebender Menschen mit Pflegebedarf weiter zu. Ein besonderes Augenmerk liegt schon jetzt auf Menschen mit Demenz; absehbar ist, dass ältere Männer und Menschen anderer Kulturen in den nächsten Jahren stärker auf Unterstützung angewiesen sein werden.

Um Unterversorgung der … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Altwerden im Quartier

Eine komplexe baldige Herausforderung für alle!

*** von Ingrid Breckner ***

In diesem Beitrag werden einige Beobachtungen anlässlich der Tagung „Altwerden im Quartier“ zusammengefasst, die Ende Juni 2010 in Hamburg stattgefunden hat. Die Tagung machte unterschiedliche Ansätze zur quartiersbezogenen Versorgung von älteren Menschen zum Thema. Ingrid Breckner, Professorin an der HafenCity Universität in Hamburg, kommentiert für FreiHaus den Handlungsbedarf.

Die Alterung der Gesellschaft wird häufig im Kontext des weltweit beobachtbaren demografischen Wandels diskutiert. Entsprechende deutsche Erscheinungsformen der Alterung werden dabei zu vergleichbaren Phänomenen in modernen europäischen und asiatischen Gesellschaften in Beziehung gesetzt und nach innerstaatlichen Unterschieden v.a. zwischen städtischen und … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation verstärkt und bündelt Aktivitäten

Wohnraumversorgung für psychisch erkrankte Menschen verbessern

*** von Thomas Gutierrez ***

Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder seelischen Behinderung haben es besonders schwer, eine eigene Wohnung oder einen Wohngemeinschaftsplatz zu finden. Auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt ist ihre Erkrankung häufig ein weiteres Hindernis. Die in der Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation Psychisch Kranker Menschen in Hamburg (siehe Kasten unten) zusammengeschlossenen Träger wollen diese Situation verändern.

Die Träger der AG Reha erfahren schon seit längerer Zeit, dass es für psychisch erkrankte Menschen enorm schwierig ist, eine eigene Wohnung oder einen Wohngemeinschaftsplatz zu finden und sie selbst in ihren Bemühungen, für Klienten und Rehabilitanden Wohnraum … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Wohn-Pflege-Gemeinschaften für Menschen mit psychischer Erkrankung in Fuhlsbüttel

Ein Ort der Selbstbestimmung

*** von Thomas Gutierrez ***

Am 1. Februar 2009 zogen in Hamburg Fuhlsbüttel 24 ehemalige PflegeheimbewohnerInnen als Mieterinnen und Mieter in ihr neues Zuhause. Damit wurde eine einzigartige Idee Wirklichkeit: selbst bestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Trotz psychischer Erkrankung. Trotz Pflegebedürftigkeit.

Begonnen hatte alles vor zwei Jahren. Die Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll – ein Hamburger Träger außerklinischer psychiatrischer Dienstleistungen – war auf der Suche nach einer zeitgemäßen Wohn- und Betreuungsform, die es auch schwer psychisch erkrankten und pflegebedürftigen Menschen ermöglichen sollte, als Mieterin und Mieter in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Gleichzeitig wollte die … weiterlesen

Kategorien
Artikel Wohnprojekte für besondere Zielgruppen

Freier Wohnraum für Menschen mit Demenz

Hamburg holt auf

*** von Josef Bura ***

Vor einigen Jahren gab es in Hamburg bei Pflegebedürftigkeit nur zwei Möglichkeiten: Pflege zu Hause oder im Heim: Beim Thema „Neue Wohn-Pflege-Formen“ – Fehlanzeige. Inzwischen hat sich die Situation verändert – es werden immer mehr.

Was sind Wohn-Pflege-Gemeinschaften?

Angefangen hat es vor fünf Jahren mit den ersten selbstorganisierten Wohn-Gemeinschaften für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen mit Demenz in Dulsberg und Hamburg-Nord. In einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft leben – möglichst im vertrauten Stadtteil – sieben bis zehn ältere Menschen in einer familiären und wohnlichen Atmosphäre zusammen. Sie werden begleitet und unterstützt von Pflege- und Präsenzkräften. In … weiterlesen