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Artikel Stadtentwicklung

Neue Wohnformen und soziale Stadtentwicklung

*** von Jens S. Dangschat ***

Es hat lange gedauert, bis Wohnprojekte sich durchgesetzt haben. Sie waren ursprünglich auf eine randliche Nachfrage im breiten Spektrum der Wohnungssuchenden beschränkt. Städte beginnen nun langsam, mit ihnen offensiv werbend umzugehen, was dadurch erleichtert wird, dass die Klientel breiter streut und bürgerlicher geworden ist. Welche integrativen Wirkungen gehen noch von ihnen aus?

Urbane Erlebnisgesellschaft versus sozialräumliche Polarisierung

Anfangs war die soziale Distanz zwischen Wohnungsbauträgern, Behörden und Finanzgebem zu der überwiegend anti-bürgerlichen Klientel nahezu unüberwindbar groß und es bedurfte einer umfangreichen „Übersetzer“- und Vermittler-Tätigkeit zwischen den „Fronten“. Heute ist der Kreis derer, die über Wohnprojekte … weiterlesen

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Artikel Stadtentwicklung

Wohnprojekte – Luxus für wenige oder gesellschaftlicher Bedarf?

*** von Ingrid Breckner ***

Ab Mitte der 90er Jahren sind in Hamburg im Schnitt mehr als 2 Prozent der öffentlich geförderten Wohnungen von und für Wohngruppenprojekte entstanden. Die von Stattbau Hamburg 1997/98 veranstalteten zwei Wohnprojekte-Tage lockten mehrere hundert Interessierte an. Eine von den Grauen Panthern in Hamburg eingerichtete Datenbank für Wohnraumsuchende und -anbietende in Wohngruppenprojekten erfreut sich wachsender Beliebtheit. Was steckt dahinter?

Zwischen Utopien und Wirklichkeiten

Seit den 80er Jahren bestätigen sozialwissenschaftliche Untersuchungen und amtliche Haushaltsstatistiken die Erosion der seit den 50er Jahren im Sozialen Wohnungsbau als Leitnorm geltenden Kleinfamilie. „Neue Haushaltstypen“ (Erika Spiegel) in Form von Singles, Wohngemeinschaften … weiterlesen

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Kurznachrichten Stadtentwicklung

Kossak geht

Die Amtszeit von Oberbaudirektor Kossak geht zu Ende. Länger als der frühere Bundeskanzlers Kohl ist er in Hamburg im Amt. Kossak ist umstritten. Die einen sehen in ihm einen Garanten für qualitativ hochwertige Architektur und einen Promoter der Hamburger Cityentwicklung auf internationalem Niveau. Die anderen werfen ihm völlige Ahnungslosigkeit im Bereich integrierter Strategien der Stadtentwicklung vor, bei denen soziale und ökologische Kriterien gleichberechtigt neben architektonischen stehen.

Zuerst veröffentlicht: Freihaus 3(1998), Hamburg

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Kurznachrichten Stadtentwicklung Wohnungspolitik

Sozialbehörde spart bei Obdachlosen

Alle Fachleute sind sich einig: Das Hamburger Wohnungsbauprogramm für Obdachlose ist bundesweit Spitze. Es gilt als das beste Instrument, das die Hamburger Verwaltung für die Wohnungsversorgung von Menschen aus Notfallsituationen entwickelt hat. Das Prinzip ist einfach. Anstatt Geld für schlecht ausgestattete Provisorien auszugeben, werden Neubauwohnungen für Obdachlose finanziert. Alternative Sanierungsträger oder vormals gemeinnützige Wohnungsunternehmen bauen mit öffentlicher Förderung der Wohnungsbaukreditanstalt und der Sozialbehörde Wohnungen, die dauerhaft für die Unterbringung von Wohnungslosen bestimmt sind. Die Sozialbehörde hat für diese ein Belegungsrecht. Jetzt sind die Mittel von 2 Millionen auf 1 Million jährlich gekürzt worden. In einem Gespräch mit der Sozialbehörde hat … weiterlesen

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Artikel Stadtentwicklung Wohnungspolitik

Das ABB-Programm

Zur Zukunft alternativer Sanierung

*** von Karin Schmalriede und Tobias Behrens ***

„Nichts ist so gut, daß es nicht noch verbessert werden könnte!“ Nach diesem Motto hat sich die Stadtentwicklungsbehörde daran gemacht und will die drei erfolgreichen Programme: ABB, Revita und Armutsbekämpfung zu einem Gesamtprogramm für eine „soziale Stadtentwicklung“ zusammenschweißen, um den neuen Anforderungen an eine soziale Stadtentwicklungspolitik gerecht zu werden. Ob es wirklich soweit kommt, ist derzeit völlig offen.

Wachsender Unmut und Hausbesetzungen

Seit 1984 gibt es das ABB-Programm. ABB steht für „alternativer Baubetreuer“. Das Programm entstand im Zuge der Haubesetzungsproblematik und wurde 1987 gemeinsam von Bau- und Sozialbehörde … weiterlesen

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Kurznachrichten Stadtentwicklung

Wohneigentum ist beliebt in HH

Aufgrund niedriger Zinsen, stabiler Baupreise, sinkender Preise bei Immobilien aus zweiter Hand und erwarteter Erbschaften in den nächsten 5 Jahren ist der Trend nach Wohneigentum in HH ungebrochen. 80 000 Haushalte wollen in den nächsten Jahren Eigentum erwerben (knapp 10% der Haushalte). 43% betrachten Wohneigentum als beste Wohnform. Doch nicht für alle ist dieses Ziel erreichbar. Die Realisierung scheint nur etwas mehr als der Hälfte der Interessenten möglich. Diese Ergebnisse gingen aus einer Studie der HASPA hervor.

Zuerst veröffentlicht: Freihaus 2(1998), Hamburg

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Kurznachrichten Stadtentwicklung

Frauen planen anders

Noch immer ist die Stadt- und Gebäudeplanung eine Männerdomäne. Anläßlich eines Senatsempfanges der ehemaligen Hamburger Senatorin für Gleichstellung Christina Weiss, wurde darauf hingewiesen daß die Belange von Alleinerziehenden und Frauen vernachlässigt würden. Die Vorstellung, daß das „traditionelle“ Wohnzimmer groß, Kinderzimmer und Küchen aber klein ausfallen müssen, sei nicht auszurotten. Die Hierarchie der Raumgrößen ist aber längst überholt. Frauen verbringen mehr Zeit in Wohnungen, entsprechend muß ihre Kompetenz in die Planung einfließen.

Zuerst veröffentlicht: Freihaus 2(1998), Hamburg

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Kurznachrichten Stadtentwicklung Wohnungspolitik

Stadterneuerer Jorzick hörte auf

Peter Jorzick hat nach acht Jahren Aufbauarbeit bei der STEG seinen Hut genommen. Er dementierte beim Abschlußempfang im Juni Gerüchte, daß er wegen seiner Kritik am Senat, der die Mittel für Stadterneuerung und Gebäudesanierung senke, gehe. Jorzick sieht seine Ziele bei der STEG (Stabilisierung des Altbaubestandes und Entschärfung der Hausbesetzerszene) erreicht. Im Karoviertel hinterläßt Jorzick ein Stadtteilzentrum, das im November bezugsfertig sein soll. Einziehen werden 20 Mietparteien, z.B. kleine Läden, Büros, soziale Einrichtungen, ein Zentrum für Existenzgründer und ortstypische Gastronomie.

Vielleicht sieht man sich da mal?

Zuerst veröffentlicht: FREIHAUS 1(1997), Hamburg

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