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Artikel Wohnungspolitik

Allgemeine Wohnungsknappheit bleibt bestehen

Die Letzten beißen die Hunde

*** von Tobias Behrens ***

Dringlichkeitsscheine sollen eigentlich besonders bedürftigen Menschen den Zugang zu einer bezahlbaren Wohnung sicherstellen – doch leider versagt das System zur Wohnraumversorgung für diese Zielgruppe.

Anfang 2016 hat der Senat in der Drucksache DS 21/2905 festgestellt: „Die Versorgungssituation der anerkannt vordringlich Wohnungsuchenden hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter zugespitzt“. Aus diesem Grund wurde bereits in 2014/15 eine Arbeitsgruppe in der zuständigen Baubehörde eingerichtet, die Vorschläge zur Lösung dieses Probleme erarbeiten sollte. An dieser AG wurden neben den Vertretern der Behörden und der wohnungswirtschaftlichen Verbände u. a. auch Vertreter von … weiterlesen

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Artikel Wohnungspolitik

Einfach wohnen

*** von Dirk Ahrens ***

„Wenn Sie in den letzten Jahren auf Wohnungssuche waren, haben Sie es selbst erlebt: Trotz erheblicher Bautätigkeit in der Stadt bleibt bezahlbarer Wohnraum knapp. Fast jede*r kann Geschichten von mühsamer Wohnungssuche, frustrierend langen Schlangen bei Besichtigungsterminen und überhöhten Mieten erzählen. Besonders schwierig ist die Situation für Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind: Menschen mit Assistenzbedarf oder „schwierigen“ Lebensläufen, Alleinerziehende, Menschen mit geringem Einkommen, Arbeitslose, Familien mit vielen Kindern, Flüchtlinge, Wohnungslose, Menschen mit Mietschulden oder Schufa-Einträgen, …

Wenn sich die Lage trotz starker Bautätigkeit nicht entspannt, stellt sich die Frage, ob möglicherweise das Falsche gebaut … weiterlesen

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Artikel Stadtentwicklung

Die Bierbrauer ziehen aus … und neue Altonaer ein

Die Planungen zum Holstenquartier in Altona könnten Vorbild für andere Stadtentwicklungsprojekte sein

*** von Mascha Stubenvoll ***

Auf dem Gelände der Holstenbrauerei zwischen Harkort-, Haubauch, Holsten- und Stresemannstraße in Altona wird ein neues Stadtquartier entstehen. Eine Arbeitsgemeinschaft hat sich in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Altona vorgenommen, die Entwicklung des Stadtteils unter inklusiven Gesichtspunkten zu beeinflussen.

Anfang 2016 wurde aus Spekulationen ein Fakt: die Holstenbrauerei verlagert im Herbst 2019 ihre Produktion an den Hamburger Stadtrand, nach Hausbruch. Damit wird eine attraktive innerstädtische Fläche frei, die als moderner Stadtteil entwickelt werden wird. Der Brauereieigentümer Carlsberg, der die Holstenbrauerei 2004 übernommen hat verkauft … weiterlesen

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Artikel Stadtentwicklung

Baugemeinschaften in Wilhelmsburg

Viele Möglichkeiten für gemeinschaftliches Wohnen

*** von Stefan Laetsch ***

Die Planungen in Wilhelmsburg gehen weiter voran. In dem Elbinselquartier wird es einen größeren Block für mehrere Projekte geben. Dieser liegt mitten in dem neuen Gebiet, direkt am Ernst-August-Kanal und in Nähe des neuen Quartiersparks. In fußläufiger Entfernung sind Kitas und der neuen Schul- und Bildungscampus zu erreichen. In den anderen Quartieren sollen Grundstücke für Baugemeinschaften „eingestreut“ werden.

Nach der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße im Oktober 2019 wird die IBA Hamburg mit dem Rückbau des knapp vier Kilometer langen Dammes der alten Trasse beginnen. Dadurch entstehen die dringend benötigten Flächen … weiterlesen

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Beitrag der Redaktion

Pioniere gehen

Auf in den dritten Lebensabschnitt

*** von Joachim Reinig ***

Anfang der 80er Jahre wurden der alternative Mieterverein „Mieter helfen Mietern“, der Baubetreuer STATTBAU Hamburg und die Genossenschaft Schanze gegründet. Drei der langjährigen Mitarbeiter verabschieden sich. Ihnen sei hiermit herzlich gedankt!

KARIN AßMUS gehörte zu der Gründungsintiative und arbeitete bei Mieter helfen Mietern seit l982. Sie ist gelernte Diplom-Geographin. lhr Schwerpunkt war die wohnungspolitische Arbeit, die Vereinszeitung Mietraum2 und die Website. ln dem schnell wachsenden Verein übernahm sie zudem die Finanz- und Personalverwaltung und „die tausend anderen Dinge, die den Laden vorangetrieben und groß gemacht haben” wie ihre Kolleglnnen … weiterlesen

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Literaturhinweis

Lesetipps

Baugruppe Berlin: Über die Zukunft gemeinschaftlichen Bauens. „Bauwelt Einblick“ Ausgabe 6. – (Beilage erschienen mit „Bauwelt“ 12.2019). Bauverlag BV, 2019. – 32 Seiten, 12 €

Heftpartner: DMSW Architekten, Heide & von Beckerath, ifau, Praeger Richter Architekten, roedig.schop Architekten, Scharabi Architekten, sieglundalbert Architekten, zanderrotharchitekten, ZOOMARCHITEKTEN

Diese Beilage der Architektenzeitschrift „Bauwelt“ dokumentiert Baugemeinschaftsprojekte aus den letzten 15 Jahren in Berlin. Insgesamt sind zwischen 2007 und 2013 über 300 Projekte entstanden, oft auf Initiative engagierter Architekturbüros. Der Wohnungsbau war in dieser Zeit in Berlin fast völlig zum Erliegen gekommen, Grundstücke waren billig und es gab noch viele Baulücken in interessanten Stadtteilen. Die … weiterlesen

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Beitrag der Redaktion

In eigener Sache

Hamburg baut – und will dies auch verstärkt mit Baugemeinschaften tun! Deshalb haben wir uns in dieser Ausgabe der FreiHaus mit vielen Themen rund um die Baugemeinschaften beschäftigt: Wir diskutieren seit einem halben Jahr intensiv mit der Fachbehörde die Weiterentwicklung der Förderbedingungen und haben dazu viele Vorschläge gemacht. Ziel soll dabei sein, die Hemmnisse bei der Umsetzung von kleingenossenschaftlichen Bauvorhaben zu beseitigen und langfristig preiswerten Wohnraum sicherzustellen.

Ein weiteres Thema, mit dem wir uns immer wieder beschäftigen, ist der nachhaltige Umgang mit dem kostbaren und nicht vermehrbaren Grund und Boden in der Stadt. Den „Münchner Aufruf für eine andere Bodenpolitik“ … weiterlesen

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Artikel Wohnungspolitik

Neuausrichtung der Baugemeinschaftsförderung in Hamburg

Diskussion zur Weiterentwicklung der Förderung läuft auf Hochtouren

*** von Tobias Behrens ***

Die Stadt Hamburg hat bezüglich der Entwicklung des Wohnungsbaus viel vor: Die neue Regierung hat 2015 das ehrgeizige Ziel veröffentlicht, zukünftig mindestens 10.000 neue Wohnungen jährlich zu bauen und dafür die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. 30% dieser Wohnungen sollen als preiswerte geförderte Wohnungen entstehen. Aktuell hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschenscher auch eine weitere Erhöhung der Wohnungsbauzahlen und des Anteils der geförderten Wohnungen in Aussicht gestellt.

Auch bezüglich der Baugemeinschaften möchte die Regierung viel erreichen: zum einen ist im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Baugemeinschaften eine wichtige Rolle spielen und … weiterlesen

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Artikel Wohnungspolitik

Mehr als nur ein Dach über dem Kopf

Die Stadt setzt auf Baugemeinschaften

*** von Tobias Behrens ***

Interview mit Dr. Heike Opitz, seit 2015 Leiterin der Fachabteilung Wohnen der BSW und Bendix Bürgener, Mitarbeiter der Agentur für Baugemeinschaften über die zukünftigen Herausforderungen bei der Umsetzung von mehr Baugemeinschaften in Hamburg.

FreiHaus: Zunächst eine persönliche Frage: Haben Sie auch privat Kontakte zu Baugemeinschaften (BG) bzw. Menschen, die darin leben?

Heike Opitz: Ja – natürlich, Bekannte von mir wohnen in Baugemeinschaften, die schon realisiert sind und andere sind gerade dabei zu bauen.

FreiHaus: Dann erleben Sie auch mit was für ein Aufwand mit der Umsetzung solcher Projekte verbunden ist? weiterlesen

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Artikel Bodenpolitik/Grundstücke

Ein Umdenken in der Bodenpolitik ist nötiger denn je

Münchner Strategiepapier enthält auch für Hamburg wichtige Impulse

*** von Tobias Behrens ***

Ein Blick von Hamburg nach München ist immer mit sehr unterschiedlichen Empfindungen verbunden: einerseits treibt es einen bei Betrachtung der Miet- und Bodenpreise den Angstschweiß ins Gesicht und Befürchtungen kommen auf, dass das, was sich in München in diesem Bereich abspielt, auch zukünftig in der eigenen Stadt Realität werden könnte.

Andererseits produziert dieser extreme Druck auf den Wohnungsmarkt eine aktive Gegenbewegung: es sind in den letzten Jahrzehnten viele Wohnprojekte und neue Genossenschaften entstanden, die dem rasanten Mietsteigerungsprozess entgegengetreten sind.

Besondere Aktivitäten haben die Münchner Kolleg*innen seit dem … weiterlesen