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Artikel Bodenpolitik/Grundstücke Finanzierung/Förderung Netzwerk Wohnungspolitik

Jubiläum der Koordinationsrunde Baugemeinschaft

Wirken und Entstehung der KORB-Runde

*** von Tobias Behrens ***

Im Januar 2020 wird sich die Koordinierungsrunde Baugemeinschaften KORB zum 50. Mal treffen – ein Grund diese außergewöhnliche Form der Zusammenarbeit zu würdigen.

Seit 2005 treffen sich unter der Federführung der Agentur für Baugemeinschaften sämtliche in Hamburg mit dem Thema Baugemeinschaft befassten Organisationen und Ämter alle drei Monate zu einer Besprechung.

Im Januar 2020 wird die 50. Sitzung dieser Koordinierungsrunde stattfinden. Das ist ein guter Anlass einmal auf das Wirken und die Entstehung dieser Runde zurück zu blicken.

Am 1. September 2004 fand ein Gespräch zwischen STATTBAU HAMBURG und den … weiterlesen

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Artikel Finanzierung/Förderung

Neuausrichtung der Baugemeinschaftsförderung

Weiterbearbeitet, aber noch nicht erledigt

*** von Tobias Behrens ***

Kleingenossenschaftliche Baugemeinschaften haben auf Grundlage der geltenden Förderrichtlinien kaum Realisierungschancen. Die Auseinandersetzung damit führt STATTBAU HAMBURG seit mehreren Jahren.

Bis zum Frühjahr 2019 fanden mehrere Gesprächsrunden innerhalb der kleingenossenschaftlichen Szene, der Baubetreuer und anderer Organisationen in Hamburg statt, in denen die Problematik der Förderung diskutiert und Lösungsvorschläge entwickelt wurden. Diese Vorschläge wurden intensiv mit der Baubehörde und der Investitionsbank diskutiert. Am 11. April 2019 wurde in einem abschließenden Gespräch bei der Baubehörde verkündet, welche konkreten Änderungen 2019 eingeführt werden sollen.

Da die großen Probleme der Finanzierung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau … weiterlesen

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Artikel Finanzierung/Förderung

Baukindergeld auch für Genossenschaftsanteile?

Eigentlich sind alle dafür, aber…

*** von Tobias Behrens ***

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Koalitionsverträge 2018 beschlossen ein neues Förderinstrument für die Schaffung von Wohneigentum einzuführen. Dieses sogenannte Baukindergeld soll jungen Familien helfen, Wohneigentum zu bilden.

Die Regelung sah vor zehn Jahre lang einer Familie 1.200 € / Kind im Jahr als Zulage auszuzahlen, sofern bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Diese Einkommensgrenzen liegen bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen bei einer Familie mit einem Kind bei 90.000 €, bei zwei Kindern sind es 105.000 €, bei drei Kindern 120.000 €. Diese Regelung ist zunächst befristet und gilt vom 1. … weiterlesen

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Artikel Finanzierung/Förderung

Verbraucherschutz als Genickbruch

Alternative Finanzierungsinstrumente für (Wohn-) Projekte in Gefahr

*** von Rolf Weilert ***

Die Bundesregierung ist zurzeit dabei, den Markt der Direktkredite und Kleinanlagen zu regulieren. Vor dem Hintergrund der Pleite des Energiekonzern Prokon wurde jetzt ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der auch für viele Wohnprojekte negative Folgen haben könnte. Es droht die „Prospektpflicht“!

Immer mehr selbstorganisierte Initiativen zeigen den Weg hin zu einer gelebten solidarischen Ökonomie. Aber eine neue Gesetzesinitiative bedroht sie in ihrer Existenz.

„Bürgerschaftliches Engagement“, heißt es wohlklingend im Koalitionsvertrag der großen Koalition, solle gefördert und „die Gründung unternehmerischer Initiativen aus bürgerschaftlichem Engagement (z. B. Dorfläden, Kitas, altersgerechtes Wohnen, Energievorhaben)“ … weiterlesen

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Artikel Finanzierung/Förderung Rechtsform/Genossenschaft Wohnungspolitik

Gegen die Logik der Finanzinvestoren

Vorschlag für eine genossenschafliche Wohn- und Stadtentwicklung

*** vom Initiativkreis Genossenschaften braucht die Stadt ***

Angesichts der herrschenden Wohnungsnot scheint es kein anderes Mittel zu geben, als schnell viele Wohnungen zu bauen. Doch reicht das? Kommt es nicht darauf an, dass diese Wohnungen möglichst lange als preiswerter Wohnraum zur Verfügung stehen? Der „Initiativkreis Genossenschaften braucht die Stadt“ hat für die FreiHaus folgenden Diskussionsbeitrag mit neuen Ideen erarbeitet.

In Hamburg fehlen laut Mieterverein zu Hamburg 40.000 WE. Es ist nicht nur die wachsende Zahl von Haushalten, die zur Wohnungsknappheit in Hamburg geführt hat und ein zu spätes Gegensteuern der Politik. Finanzinvestoren … weiterlesen

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Artikel Bodenpolitik/Grundstücke Finanzierung/Förderung Wohnungspolitik

Interview – Baugemeinschaften und Wohnungsbauentwicklungsplan 2009

*** mit Angela Hansen – Agentur für Baugemeinschaften ***

Die Agentur für Baugemeinschaften ist seit 2003 Anlaufstelle und Knotenpunkt bei der Entwicklung von Baugemeinschaften auf städtischen Grundstücken. Im vergangenen Jahr gab es organisatorische und personelle Veränderungen. FreiHaus sprach mit Angela Hansen, langjährige Mitarbeiterin und neue Leiterin der Agentur für Baugemeinschaften.

FreiHaus Frau Hansen, zunächst erst mal Herzlichen Glückwunsch! zu Ihrer neuen (und alten) Tätigkeit für die Agentur für Baugemeinschaften. FreiHaus hatte ja in der letzten Ausgabe Bedenken bezüglich der Neuordnung der Agentur geäußert. Wie sieht es heute aus?

Die wichtigsten Veränderungen im Verfahren

Hansen: Die Umstrukturierung der Abteilung ist nun … weiterlesen

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Finanzierung/Förderung Kurznachrichten

Solidaritätsfonds Berliner und Brandenburger Hausprojekte

Mit verschiedenen Förderprogrammen hat das Land Berlin in den vergangenen 20 Jahren über 3000 Wohnprojekte mit Baukostenzuschüssen unterstützt, wenn diese die Möglichkeit hatten, einen langfristigen Pachtvertrag abzuschließen oder ihr Mietshaus erwerben konnten. Diese Förderung ist aufgrund der hohen Schulden vorbei. Eine finanzielle Förderung von Wohnprojekten gibt es in Berlin seitdem nicht, abgesehen davon, dass der Liegenschaftsfonds Grundstücke auch an Baugemeinschaften vergeben soll und dass die Berliner Netzwerkagentur Generationenübergreifendes Wohnen auf den Weg gebracht wurde. Zur Unterstützung von neuen Projekten wurde aus Initiative von Selbsthilfegenossenschaften, Vereinen, Architekten, Projektentwicklern und Baupolitikern Ende des Jahres 2006 ein Solidarfonds eingerichtet. Mit Schenkungen, Spenden, Bürgschaften … weiterlesen

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Artikel Bodenpolitik/Grundstücke Finanzierung/Förderung Wohnungspolitik

Interview – Bedingungen für Baugemeinschaften verbessern

*** mit Senatorin Anja Haiduk ***

Seit Mai 2008 gibt es in Hamburg die bundesweit erste schwarz-grüne Regierungskoalition in einem Bundesland. FreiHaus sprach mit der Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Anja Hajduk (GAL), über die Rolle von gemeinschaftlichen Wohnformen, die Wohnraumversorgung von Menschen mit niedrigem Einkommen und über zukünftige Schwerpunkte der Wohnungspolitik. Das Gespräch führten Britta Becher und Tobias Behrens.

Qualitäten der Baugemeinschaften

FreiHaus: Baugemeinschaften sind seit Jahren ein Bestandteil der Hamburger Wohnungspolitik. Auch in diesem Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass Baugemeinschaften eine tragende Säule der Hamburger Wohnungspolitik bleiben sollen. Welche Qualitäten sehen Sie in diesen besonderen Wohnformen?

Hajduk: Baugemeinschaften … weiterlesen

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Artikel Finanzierung/Förderung

Förderbedingungen für Baugemeinschaften in Hamburg

Das neue Merkblatt 4 kurz vor der Fertigstellung

*** von Tobias Behrens ***

Die Förderung von Baugemeinschaften wird seit einigen Jahren durch eine eigene Förderrichtlinie geregelt, das sogenannte Merkblatt 4 der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt (WK). Dadurch hat sich die Fördersituation für Baugemeinschaften gegenüber den Anfangszeiten verbessert, wo es nur die Förderbedingungen des 1., 2. und 3. Förderweges gab und für Wohnprojekte und Baugemeinschaften immer Sonderregelungen gefunden werden mussten, ohne dass diese verbindlich aufgeschrieben waren.

In dem Merkblatt 4 werden sowohl die Förderbedingungen für Baugemeinschaften im genossenschaftlichen Eigentum wie auch für die im individuellen Eigentum geregelt.

Seitdem im Jahr 2002 die damals … weiterlesen

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Finanzierung/Förderung Kurznachrichten

Arbeitslosengeld II und Eigenheimzulage

Nach einer Presseinformation des Landessozialgerichts Hamburg wurde in einem Eilverfahren entschieden, dass die Eigenheimzulage bei der Berechnung von Arbeitslosengeld II nicht als Einkommen zu berücksichtigen ist. Die Eigenheimzulage diene ausschließlich der Förderung der Anschaffung eines selbstgenutzten Eigenheimes und nicht der Bestreitung des Lebensunterhalts. Deshalb sei sie für den Hilfebedürftigen ein reiner Durchlaufposten. Durch ihre Gewährung habe dieser keinen Cent mehr zum Leben. Da der Antragsteller in dem betreffenden Einzelfall das nachgewiesen habe, gäbe es hier keinen Grund, die Leistung zu kürzen (L5B 116/05 ER AS).

zuerst veröffentlicht: FreiHaus 12(2005), Hamburg

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